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Über das Leben...

besser gesagt über mein Leben...

über ein Leben zwischen Esstörungen, Beziehungsproblemen, einer Familie mit starken Einrissen...

und über mich; dem orientierungslosen Wesen, das versucht in dieses ganze Chaos Ordnung zu bringen!

Alter: 21
 



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Blog

About thoughts and action

Wow! Ich habe da diesen wirklich tollen Artikel gelesen. Bzw. mehrere wirklich weiterbringende Artikel! Das Magazin „Gesund leben“ beinhaltet einen spannenden Artikel über die Selbstsabotage des Menschen. Wie unser Unterbewusstsein uns zum Scheitern bringt, wir unseren eigenen Zielen im Weg stehen, wie wir Vorsätze nicht einhalten, Versprechen brechen und alles begleitet von dem Gefühl, dass wir es nicht anders können.

An dieser Stelle will ich einspringen. Oh doch wir können! Wir wollen nur nicht….etwas in uns hält uns davon ab, versucht sogar uns vor etwas zu schützen.

Um Veränderungen wirklich zu bewirken, müssen wir uns erst einmal klar machen, dass wir Herr über unser Leben sind. Jedes Gefühl, jeder Gedanke kann von unserer Einstellung gegenüber uns selbst und dem Leben gesteuert werden. Wir werden beeinflusst durch Äußeres aber nicht gelenkt. Niemand kann uns unser Leben vermiesen… denn wenn unser Leben mies ist, dann sind wir die, die es so sehen.

Das muss so sein, wenn man die glückliche etwas ältere Mutter aus Indien anschaut, der viel im Leben genommen wurde – nur nicht ihre Lebensfreude, ihr Lachen, ihre Liebe.

Und jetzt die Parabel an mich:

Ich habe mein Abitur mit einem Schnitt von 2,0 geschafft. Ich habe einen Freund der mit mir durch dick und dünn geht, der mich liebt und wirklich ALLES für mich tun würde. Ich war ein halbes Jahr in Australien und habe mir das Reisen und Arbeiten selbst organisiert. Ich kam mit finanziellem Profit nachhause. Ich habe eine Reitbeteiligung, ich habe viele Hundebesitzer, die mich schätzen weil ich mit Freude und Elan mit ihren Hunden Gassi gehen – und das seit Jahren. Ich mache seit fast zwei Monaten wieder Sport, habe Muskelkraft und Ausdauer gewonnen, da ich mindestens drei Mal die Woche laufen gegangen bin und mich auch im Alltag sportlich bewege. Ich habe mein Zimmer umgestaltet, was jetzt wirklich toll Aussieht und mir ein Wohlgefühl gibt. Ich darf studieren was ich will und wo ich will. Mein Kleiderschrank platzt vor tollen Klamotten, finanziell habe ich immer bekommen was ich brauchte.

Und trotzdem bin ich nicht zufrieden. Und trotzdem esse ich Frust, verfalle zurück in die Bulimie. Trotzdem habe ich das Gefühl mich durch den Tag zu quälen, zu leiden wenn ich Stunden am Laptop verbringe und nach Studiengängen suche.

Warum? Was hält mich davon ab glücklich zu sein? Die Beziehungsprobleme meiner Eltern? Mein cholerischer kontrollierender Vater? Meine eigene Beziehung die nicht so ist, wie ich sie gerne hätte?

Oder bin ich es einfach nur selbst?

Warum können die Dankbarkeit und das Glück darüber, was ich habe, nicht einfach überwiegen? Was uns in die Wiege gelegt wird, was unsere Basis für das Weiterarbeiten ist, ist nämlich Glück. Und ich würde mal behaupten, mit meiner Basis könnte ich ziemlich zufrieden sein.

Nur irgendwie schafft mein Hirn es doch tatsächlich eigentlich ständig etwas zu finden, woran ich mich aufhänge. Und worin ich das Scheitern meines Glücks sehe.

Wie kann man die Verantwortung für die eigenen Gefühle nur so weit abgeben? Wie ich das meine? Ich rede von der Schwester, die meine Klamotten, die ich wochenlang suche, in ihrem Zimmer beherbergt, ohne meine Fragen nach der Jeans und dem Shirt ernst zu nehmen. Von dem Busfahrer, der eine Minute früher losfährt, ohne in den Rückspiegel zu schauen, meiner Mutter, die in der Küche während sie aufräumt einen Joghurt herunterschlingt, ohne ihn auch nur eine Sekunde zu genießen.

Mich machen diese kleinen Dinge wütend, enttäuscht, traurig, verletzlich. Und sobald sich meine Stimmung durch kleine Anreize von außen dem Negativen zuwendet, empfinde ich mein Leben als unglaublich unperfekt, als frustrierend und unveränderbar.

Wenn es nicht der kleine Snack zwischendurch ist, der mich unzufrieden macht, weil es vollkommen unnötig war sich diesen zu gönnen, weil man keinen Hunger hatte; dann ist es jetzt soweit. Die „Erkenntnis“ wie unzufrieden ich doch mit meinem Leben bin, führt zu der treibenden Stimme in meinem Kopf, die sagt „du brauchst jetzt was zu essen“.

Ich kann mir vorstellen wie diese Stimme andere Menschen zu Drogen, zu Alkohol oder zur Zigarette treibt. Dumm nur, wenn man sich eingestehen muss, dass die Stimme von einem selbst kommt.

Fakt ist doch, dass wir versuchen die Verantwortung für unser Leben abzugeben. An die Zeit, die zu knapp ist, um rechtzeitig vor den Prüfungen anfangen zu lernen, an das Schicksal, das es böse mit unserem Leben meint.

Ich bin mein eigener Herr. Das müssen wir uns ständig vor Augen halten. Erreichen, können wir viel, reden können wir auch viel. Aber es zählt was wir tun. Denn das ist das Einzige, auf das wir nachher stolz sind. Und Dankbarkeit und Stolz machen uns glücklich. Das bedeutet aber eine Menge Disziplin. Denn aufzugeben ist immer der leichteste Weg. Der für uns einfachste. Doch jeder Schritt, den wir voran gehen, bringt uns weiter, macht uns stärker, gibt uns Selbstbewusstsein.

Denn wir erlangen Bewusstsein über unser Selbst.

Für mich persönlich bedeutet das Folgendes:

Ich möchte mich gesund ernähren um mich körperlich stark zu fühlen. Ich will mich lebendig und energievoll in einem Körper fühlen, von dem ich weiß, dass ich ihm Dinge gebe, die ihn nähren und die ihm gut tun. Dazu mache ich Sport um mich fit und ausgeglichen zu fühlen.

Meiner Psyche möchte ich etwas anderes geben als Schokolade und Chips. Ich möchte meinem Kopf etwas geben, was langfristig für gute Gefühle sorgt und nicht mit dem runterschlucken des Ritter Sport Stückchens verfliegt. Ich will bewusster Leben, Freunde wie Freude genießen, Entscheidungen treffen die mich glücklich machen und sich weniger am Verstand orientieren.

Ich will mich über jede gesunde Mahlzeit freuen, lächeln wenn ich am Eisstand vorbei gegangen bin, weil ich meinem Körper und meinen Zähnen eine Schlägerei erspart habe. Ich will Hände, die ich liebe fester halten, den Menschen, die ich mag, Komplimente machen, und auch die genervte Kassiererin im Supermarkt anlächeln, auch wenn diese das genau so viel interessiert, wie der 342ste Joghurt der durch die Kasse läuft.

Fortschritte erkennen, schätzen und als Ansporn zum weiter machen nehmen. Kleinere Portionen, langsamer essen. Das Leben wäre doch langweilig wenn alles immer gut wäre. Wenn alles immer nach Plan liefe. Wir sollten uns über Hürden freuen, denn wir können diese bewältigen. Wir sind dafür geschaffen. Kein Mensch existiert um gebrochen zu werden. Um abzustürzen und blind im Dunkeln herum zu tasten. Man kann das schaffen.

Und ich will es schaffen.
28.5.15 15:55


Why do I do this

Also in erster Linie tue ich das einfach für mich.

Glaube ich zumindest... Denn ich muss sagen, der Reiz, dass das eventuell irgendjemanden interessieren könnte, ist natürlich schon da!

Wo fange ich an? Anfänge sind auf einer Ebene Versuche. 

Gestern habe ich das Buch "Weit weg und ganz nah" von Jojo Moyes zu ende gelesen - ich muss sagen eines der besten Romane, die ich je gelesen habe. Dabei habe ich nur das Argument, dass mich die Geschichte auf eine Art und Weise berührt hat, wie ich es noch nie erlebt habe.

Ich hatte dieses Gefühl, dass die Handlungen, die Emotionen, die Menschen etwas in mir auslösen, was mein Bewusstsein ein klein wenig verändert hat. Kaum merklich. Aber diese Geschichte hat mich ein winziges bisschen verändert, so wie uns alle Dinge ein bisschen verändern, die uns für den Moment nahe gehen.

Vielleicht schaffe ich das mit meiner Geschichte? Dass es vielleicht den ein oder anderen da draußen gibt, dem das, was ich schreibe, ein wenig nahe geht. Der auf irgendeine Weise berührt wird, über etwas nachdenkt, und wenn es nur ein paar Sekunden sind - jede doch so kleine Erkenntnis bringt uns weiter im Leben, denn die Summe dieser Erkenntnisse, beeinflusst unsere Entscheidungen, unser Denken, unsern Handeln.

 Auf dieser Erde gibt es kein Scheitern. Wer lebt, der kämpft. Auch der superreiche Millionär, der 90% seines Tages mit Schlafen, Essen und Shoppen verbringt, kämpft.

Genauso wie die 130 kg schwere Hartz 4 Empfängerin, deren einzige Freunde ihr übergewichtiger Rauhaar-Dackel und Cheeseburger sind.

Genauso wie die 14 Stunden am Tag arbeitende, alleinerziehende Mutter, deren einziger Luxus sichdarauf beschränkt beim Bügeln der Wäsche 20 Minuten fern zu sehen.

Wir alle kämpfen. Wir kämpfen um den Sinn des Lebens zu erkennen.

 Ich glaube nicht an Gott. Aber ich glaube. Ehrlich gesagt weiß ich nicht an was aber ich glaube etwas. Denn in erster Linie ist das doch der Sinn? Nämlich der Glaube an einen Sinn!

Wir Menschen sind dazu geneigt durch unser Bewusstsein und den Druck der Gesellschaft diesen Glauben zu verlieren. 

Wenn etwas schief läuft, schmeißen wir alles hin, glauben, das sei doch alles sinnlos. Oder wir verbeissen uns in diese Sache, in diese Aufgabe und glauben das Erreichen des Zieles sei der Sinn. Denn der Sinn ist verknüpft mit Zufriedenheit, welches wir Menschen als "Glück" interpretieren.

 

Diese ganze Geschichte könnte man jetzt auf allen Ebenen der Psychologie und der Phylosophie auseinander nehmen.

Was ich eigentlich sagen will; haltet einmal einen Moment an. Stoppt für einen Moment die Drehung der Erde in eurem Kopf, haltet das Ticken der Sekunden an.

Was tust du da eigentlich mit deinem Leben? Bist du mit dem Zufrieden was du tust?

Wofür bist du dankbar? Welche Menschen bedeuten dir etwas und warum?

Wer bist du? Und warum denkst du gibt es dich?

27.5.15 10:42





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